Planungshilfe Carports 3: Zubehör & Service

Unterkonstruktion oder Unterschlag? Natur oder Farbe?

Aus optischen Gründen besteht die Möglichkeit, die Konstruktion von unten zu verschalen. TIPP: In einen Unterschlag kann man hervorragend eine Niedervoltanlage mit Halogenlampen einbauen. Ein toller Lichteffekt, bei dem Auto und Carport edel angestrahlt werden.

Immer öfter sieht man elegant-weiße oder frech-bunte Carports. Die Auswahl an Holzlasuren ist riesig und lässt der Fantasie alle Möglichkeiten offen. Tipp: Einige Teile sind besser vorher zu streichen. Achtung: Beim Abschätzen des Zeitbedarfs verschätzt man sich gerne. Bedenken Sie, dass ein Carport viele Ecken hat und eventuell mehrfach gestrichen werden muss. Auf einen Voranstrich sollte man nicht verzichten.

 

Abstellräume und Wände

Ein Abstellraum ist eigentlich nichts anderes als 4 Wandelemente zwischen 4 Pfosten. Deshalb ist darauf zu achten, dass in den vorgesehenen Ecken des Abstellraumes auch Pfosten vorhanden sind. Sind aufgrund der Konstruktion keine vorhanden, sollten zusätzlich welche gesetzt werden.

Wandelemente sind Rahmen, die mit Schalhölzern belegt werden. Bei der Produktion von Wandelementen sind je nach Größe, Profilart und Profillage wichtige Regeln zu beachten, damit das Wandelement lange hält und in der vorgesehenen Form bleibt. Insbesondere die Fage ob hier getackert, genagelt oder geschraubt wird sollte geklärt sein. Fachwissen ist hier unerlässlich.

 

Entwässerung

Je nach Größe des Carports fällt Regenwasser an. Die Entwässerungsmöglichkeiten hängen von der Art des Daches ab.

Flachdächer mit PVC, Stahl oder Aluminium können mit einer Rinne entwässert werden. Es gibt spezielle Carportrinnen aus PVC, die zwischen zwei Sparren gesetzt werden und deshalb gut verdeckt sind. Bei diesen Dächern besteht praktisch aber auch die Möglichkeit, ohne spezielles Entwässerungssystem das Regenwasser nach hinten abtropfen zu lassen.

Flachdächer mit Holzdach können mit einem Dachgulli bestückt werden. Vorteil: Von der Entwässerung sieht man praktisch nur das Fallrohr.

Satteldächer werden im allgemeinen durch seitliche Doppelrinnen entwässert. Es gibt Gemeinden und Regionen, die besonderen Wert auf den Entwässerungsplan legen. Bei der Variante >Versickerung auf dem Grundstück< muss eine ausreichend große Fläche nachgewiesen werden, auf der das anfallende Regenwasser versickern kann.

 

Windfeder

Eine Feinheit der Bautechnik. Die Windfeder liegt auf der oberen Kante der Holz- oder Schieferblende. Sie kann aus Holz, Aluminium, Stahl oder Kupfer bestehen. Beim Holzdach ist Sie notwendig um die Schweissnähte vor Regenwasser zu schützen.

 

Baugenehmigung?

Die baurechtliche Handhabung von Carports ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. In einigen Ländern muss ein kompletter Bauantrag gestellt werden während in anderen Ländern die Baugenehmigung entfällt. Teilweise sind Bebauungspläne vorhanden, bei denen eine Bauanzeige ausreicht. Die frühe Erkundigung beim zuständigen Bauamt noch in der Planungsphase lohnt sich oft. Unerlässlich sind Unterlagen wie Bauzeichnung, Baubeschreibung und Statik. Diese erhalten Sie beim Fachmann.

Bei Carportanbietern wird das Thema Bauantrag sehr unterschiedlich gehandhabt. Bei einigen muß man für die Bauunterlagen extra zahlen und erhält diese dann ausgehändigt. Der Betrag kann hier mehrere Hundert Mark betragen. Teilweise ist dies eine Schutzgebühr, die bei der Auftragserteilung bei der gleichen Firma auf den Rechnungsbetrag angerechnet wird. Andersherum gibt es Anbieter, bei denen der komplette Antragsservice im Bausatzpreis bereits enthalten ist. Beim Preisvergleich muß man diese Unterschiede beachten.

 

Eigenleistungen?

Der Anteil an Eigenleistungen ist prinzipiell unbegrenzt. Man kann sich die Bauunterlagen bei einem unabhängigen Ingenieur oder bei einem Fachmann besorgen und sich das notwendige Material selbst zusammensuchen. Das wird jedoch sehr mühsam, kostet viel Zeit, Benzin und Nerven und ist zudem unnötig, da inzwischen einige Holzhändler vorkommissionierte Materialpakete inkl. Beschlägen parat haben, die man sich bis an das Grundstück liefern lassen kann.

Wer sich nicht ganz so viel handwerkliches Geschick zutraut, aber schon einmal selbst Möbel montiert hat, kann sich einen fertig vorproduzierten Bausatz kaufen, den er mit ein wenig Fleiß und mit Montageanleitung selbst aufstellt. Das spart nicht nur Geld, sondern macht auch Spaß.

Bei komplizierten Bauten oder mangelndem Handwerksgeschick lohnt es sich dann aber doch, einen Fachmann mit der Arbeit von A-Z zu betrauen. Dieser sollte schon in der Planung hinzugezogen werden. Die schlüsselfertige Komplettmontage sollte dennoch vom Bauherren ständig in Absprache mit dem Fachmann begleitet werden und sollte zum Festpreis erfolgen.

 

Service des Anbieters
Die fachliche Kompetenz des Anbieters sorgt dafür, dass Planungsfehler vermieden werden. Bei einigen Objekten hilft eine Ortsbesichtigung des Fachmanns Lösungen zu finden, da dieser sich täglich mit der Materie beschäftigt.

Erfahrung und Referenzen, sorgsame Planungsmethodik, flexible Gestaltungsmöglichkeiten, viele Alternativen, überprüfbare Lieferanten, hohe Transparenz, Serviceumfang und Erreichbarkeit deuten auf einen seriösen Anbieter hin und beugen Überraschungen vor. Übertriebene Rabatte oder extrem günstige Sonderangebote deuten auf unseriöse Kalkulation. Daraufhin sollten die Anbieter überprüft werden.