Planungshilfe Carports 2: Optik & Dach
Flachdach, Satteldach? Landhausblende mit Schindeln oder Pfannen?
Die Dachform bestimmt das Gesicht des Carports. Zum einen ist die Wahl Geschmacksache, zum anderen sollte sich das Gesamtobjekt an die Gegebenheiten anpassen. Je nach Dachform gibt es verschiedene Aspekte und Möglichkeiten der Ausgestaltung zu beachten. Und jede Dachform verursacht unterschiedliche Kosten.
Variante Flachdach mit Holzblende Die einfachste Dachform ist das Flachdach mit einer Neigung von ca. 2-10%. Belegt werden kann das Dach mit unterschiedlichen Materialien, die sich sowohl in Eigenschaften als auch im Preis deutlich unterscheiden:
PVC ist sehr leicht und benötigt deshalb nur eine leichte Unterkonstruktion. In Verbindung mit dem günstigen Preis für das PVC-Material ergibt das die günstigste Carport-Variante. Das PVC-Material ist in Wellen- oder in Trapezform erhältlich. Außerdem gibt es klare und getönte Varianten. Der Nachteil: Wenn Bäume in der Nähe stehen oder Vögel in der Nähe nisten kann man das Ergebnis bald von unten sehen, was als optisches Minus anzusehen ist. Durch die Lichtdurchlässigkeit steht Ihr Auto dafür im rechten Licht. Bei einem Hausanschluss verhindert man dadurch, dass das überbaute Fenster im Dunkeln steht.
Stahl-/Aluminium-Varianten sind ebenfalls sehr leicht und noch relativ preisgünstig. Der Nachteil ist, die Bildung von Kondenswasser an der Unterseite. So steht das Auto teilweise im „Regen“, obwohl es nicht regnet.
Ein Holzdach ist begehbar. Es besteht aus Schalung und verschiedenen Belegungen. Durch das Gewicht der Materialien ist eine stärkere Unterkonstruktion notwendig, so ist ein niedriger Sparren-(Querträger-)abstand nötig. Belegt wird das Carport-Holzdach üblicherweise mit einer beidseitig besandeten Bitumenbahn. Diese wird genagelt. Darauf verschweißt man entweder eine oder zwei Schweissbahnen. Die oberste Schicht sollte granuliert sein. Das schützt vor UV-Strahlung.
Die Holzblende wird im 90 Grad Winkel an die Sparren geschraubt. Sie hat lediglich optischen Wert und sollte die Unterkonstruktion verdecken. Bei den Holzblenden gibt es praktisch unzählige Variationsmöglichkeiten. Diese unterscheiden sich vor allem in der Höhe der Blende. Einige Blenden sind mit Zierfasen versehen, die das Carport eleganter machen.
Variante Flachdach mit Landhausblende
Die Möglichkeiten der Dachbelegung bleiben prinzipiell wie im bei den Holzblenden beschrieben. Bei der Ausgestaltung der Landhausblende gibt es allerdings viele Möglichkeiten Blendbelegung. Hier sollte man darauf achten, dass die Gestaltung an das Haus angepasst ist.
Schindel-Landhaus: 2-4 Reihen je nach Breite des Carports. Schindeln gibt es in verschiedenen Farben und in verschiedenen Ausführungen. Besonders günstig ist die Variante Bitumen-Schindeln.
Pfannen-Landhaus: 1 oder 2 Reihen je nach Breite des Carports. Pfannen gibt es aus Beton oder Ton, lasiert und unlasiert sowie in fast allen Farben.
Das klassische Satteldach gibt es als Brettbinder- oder als edle Balkenbinder-Version. Es kann ebenso belegt werden mit Bitumen-Bahnen, Bitumen, Schindeln oder mit
Pfannen. Die Giebelseiten kann man aus optischen Gründen mit Schalung versehen. Die Auswahl an Schalbrettern ist groß. Je nach Belegung kann man den Sattel mit unterschiedlicher Neigung versehen.
Ein Satteldach mit Pfannen braucht beispielsweise mindestens 28 Grad. Bei entsprechender Konstruktion kann man den Raum im Dachbereich als Stauraum Nutzen.
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